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Technische Kramische Werkstoffe

Im Juli 1989 erschien das zunächst einbändige Grundwerk „Technische Keramische Werkstoffe“ auf Initiative von Markus Blumenberg, dem damaligen Geschäftsführer der Deutschen Keramischen Gesellschaft e.V. (DKG). Die wissenschaftliche Leitung oblag dem Herausgeber Jochen Kriegesmann unter Mitwirkung der DKG. Das Handbuch sollte eine Informationsquelle für jeden sein, der sich über die materialkundlichen und technischen Grundlagen, die Fertigungstechniken, Eigenschaften, Untersuchungsmethoden, die Anwendungskriterien und die Innovationspotenziale von technischen keramischen Werkstoffen interessierte. Das Handbuch erhielt die Form eines Loseblattwerks, dem man zwar den Nachteil der Heterogenität anlasten konnte, das aber durch laufende Ergänzungen mit Beiträgen namhafter Spezialisten immer wieder aktualisiert werden konnte, was sich in Hinsicht auf das sich dynamisch entfaltende Fachgebiet der technischen keramischen Werkstoffe anbot.

Das Handbuch sollte keine einfache Literatursammlung sein. Daher wurden die Autoren angehalten, ihre Beiträge ausführlich und verständlich zu gestalten. Den Lehrbuchcharakter erhielt das Werk durch zahlreiche Übersichtsbeiträge und Grundlagendarstellungen. Entgegen dem Trend wurde als Kommunikationsform die deutsche Sprache gewählt, um im deutschen Sprachraum in einfacher Weise jede keramisch interessierte Person zu erreichen.

Das Werk wurde von der Fachwelt dankbar angenommen. Da zahlreiche Spezialisten der Keramik als Autoren gewonnen werden konnten, konnte es durch sechs Ergänzungslieferungen pro Jahr sehr umfassend gestaltet werden. Beiträge, die ihre Aktualität einbüßten, wurden regelmäßig aus der Literatursammlung entfernt. Trotzdem wuchs ihr Umfang ständig. Heute umfasst das Werk insgesamt acht Bände mit mehr als 10.000 Seiten.

Einige Personen, die sich um den Ausbau des Loseblattwerks besonders aktiv eingesetzt haben, seien hier noch namentlich aufgeführt. Da ist zunächst Dagmar Hennicke, die seit Februar 1992 die Redaktion, die Akquisition und die Organisation übernahm. Ihrem Engagement ist es weitgehend zu verdanken, dass das Loseblattwerk zu einer bedeutenden Informationsquelle der technischen Keramik gereift ist. Da der Vorgängerverlag sich von seiner Technikbranche trennen wollte, hätte dies auch zur Aufgabe des Loseblattwerks geführt. Hennicke entschloss sich daher ab Januar 2005, den Fortbestand durch Gründung eines eigenen Verlags weiter zu sichern.

Die Beiträge wurden von der Firma Hartung EDV & DTP, Hennef (Sieg) gesetzt. Der Druck erfolgte in der Digital-Druck-Zentrum GmbH (DDZ), Berlin. Arnd Hartung und Frank Fischer (DDZ) seien für ihre hervorragende Zusammenarbeit seit 1996 gedankt.

Herausgeber und Redaktion haben sich aus Altersgründen entschlossen, ihr Engagement in Sachen „Technische Keramische Werkstoffe“ zu beenden. Es konnten leider keine Personen gefunden werden, die das Werk weiter fortsetzen wollten. Damit ist die 157. Ergänzungslieferung auch gleichzeitig die letzte.

Herausgeber, Redaktion und Hersteller verabschieden sich von den Abonnenten und Lesern des Loseblattwerks. Gedankt sei noch einmal den Autoren, die dazu beigetragen haben, dass das Loseblattwerk „Technische Keramische Werkstoffe“ fast 28 Jahre immer wieder aktualisiert werden konnte.

Jochen Kriegesmann Dagmar Hennicke

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